FaiR – Familien in Reha


FaiR – Familien in Reha

Weil gute Hilfe einen Plan hat.

Familien brauchen manchmal Unterstützung. Nicht, weil sie versagt haben, sondern weil das Leben sie vor Herausforderungen stellt. Genau wie nach einer körperlichen Erkrankung Menschen durch eine Reha Schritt für Schritt ihre Fähigkeiten zurückgewinnen, können auch Familien neue Wege lernen, ihren Alltag wieder selbstständig und sicher zu gestalten.

Aus diesem Gedanken heraus entstand FaiR – das erste familienintegrative pädagogische Reha-Konzept.

Wir haben das bewährte Prinzip einer medizinischen Rehabilitation auf die Familienhilfe übertragen: strukturiert, zielorientiert und gemeinsam mit den Eltern.

Ein individueller Plan statt einer Hilfe von der Stange

Jede Familie bringt ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Stärken und ihre eigenen Herausforderungen mit. Deshalb beginnt jede Maßnahme mit einer einfachen Frage:

„Was möchten Sie für Ihre Familie verändern?“

Gemeinsam mit den Eltern, dem Jugendamt und unserem Team entwickeln wir einen persönlichen Maßnahmenplan. Er orientiert sich an den Zielen der Familie und bildet den roten Faden für die gesamte Zeit bei FaiR.

Unsere Maßnahme dauert in der Regel zwei bis sechs Monate. Diese Zeit nutzen wir intensiv, um gemeinsam Veränderungen anzustoßen, auszuprobieren und im Alltag zu festigen.

Lernen durch Erleben

FaiR arbeitet nicht mit unverbindlichen Angeboten, sondern mit verbindlichen Maßnahmen, die auf konkrete Entwicklungsziele ausgerichtet sind.

Jede Familie durchläuft 10 grundlegende Maßnahmen:

  • Kinderschutz
  • Selbstregulation
  • Gewaltfreie Kommunikation
  • Familienmanagement
  • Eltern beraten Eltern
  • Resilienztraining
  • Sport
  • Gesunde Ernährung
  • Elternteam
  • Kochen

Je nach persönlichem Bedarf wählen die Eltern weitere Maßnahmen aus insgesamt 26 Maßnahmen aus – beispielsweise angeleitetes Spiel, Berufsorientierung, kreatives Gestalten, Wohnen und Leben oder Sauberkeit und Ordnung.

So entsteht für jede Familie ein individueller Entwicklungsplan – passgenau, nachvollziehbar und alltagsnah.

Veränderung braucht Transparenz

Einmal im Monat kommen Eltern, Jugendamt und unser Team zu einer gemeinsamen Entwicklungskonferenz zusammen in einem Förderplangespräch.

Wir schauen gemeinsam:

  • Welche Ziele wurden erreicht?
  • Was hat sich bereits verändert?
  • Welche Maßnahmen wirken besonders gut?
  • Welche nächsten Schritte sind sinnvoll?

Der Maßnahmenplan entwickelt sich mit der Familie weiter. Dadurch bleibt die Hilfe flexibel, transparent und immer an den tatsächlichen Bedürfnissen orientiert.

Eltern verstehen wir als Bündnispartner

Das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (SGB VIII) stärkt die Beteiligung von Familien. Für uns ist das mehr als ein gesetzlicher Auftrag – es ist die Grundlage unserer Arbeit.

Wir entscheiden nicht über Familien. Wir entscheiden mit ihnen.

Eltern gestalten ihren Entwicklungsprozess aktiv mit und übernehmen gemeinsam mit allen am Hilfeprozess Beteiligten Verantwortung für den gemeinsamen Weg.

Ein Konzept, das sich bewährt

Seit 2023 begleitet FaiR Familien mit einem klar strukturierten, transparenten und verbindlichen Reha-Konzept.

Unsere Erfahrung zeigt: Wenn alle Beteiligten gemeinsam an einem Plan arbeiten, entstehen nachhaltige Veränderungen. Familien kehren gestärkt in ihren Alltag zurück, Jugendämter erleben eine verlässliche Zusammenarbeit und die gemeinsame Ausrichtung auf konkrete Ziele schafft Vertrauen und Nachvollziehbarkeit.

Der Erfolg misst sich daran, dass Familien ihren Alltag wieder selbstständig gestalten können.

Unsere Haltung

Wir glauben an Familien. Wir glauben an Veränderung.

Und wir glauben daran, dass gute Hilfe nicht möglichst lange dauern muss, sondern wirksam sein soll.

FaiR verbindet klare Ziele, verbindliche Maßnahmen und echte Zusammenarbeit

FaiR – Familien in Reha.

Weil gute Hilfe einen Plan hat.

Campus Kinderhaus 

 

FaiR – Familien in Reha

Teupitzer Straße 6
12627 Berlin
Tel.: 030 / 2005669 – 30

Fax.: 030 / 2005669 – 35

E-Mail: integration.campus@kinderhaus-b-b.de

Team: Frau Wittenburg (Teamleitung), Frau Herbrich (Sozialpädagogin), Frau Haase (Psychologin), Frau Pauly, Frau Winkler, Frau Böttcher-Ahrendt, Hr. Metzner, Frau Ring, Fr. Gericke